Sicherheitsschuhe

Warum Sicherheitsschuhe?

In nahezu allen Bereichen des verarbeitenden und dienstleistenden Gewerbes besteht die Gefahr, dass erhebliche Fußverletzungen auftreten können.

Man unterscheidet vier Gefährdungsarten:

  • Mechanisch
    durch Umfallen/Herabfallen von Gegenständen, Anstoßen an Gegenständen, Eintreten von Nägeln
  • Elektrisch
    durch Berührung spannungsführender Betriebsmittel und/oder Funkenbildung infolge elektrostatischer Aufladung
  • Chemisch
    durch Säuren, Laugen, Öle, Fette oder Kraftstoffe
  • Thermisch
    durch Wärme- oder Hitzestrahlung, glühende oder flüssige Teilchen, Kontaktwärme oder Kälte

Verletzungen, die aus oben genannten Gefährdungen entstehen können, werden vermieden, wenn Schuhe mit spezifischen Schutzeigenschaften bzw. Sicherheitsstufen ausgewählt werden.

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Sicherheitsstufen im Überblick

  • S1: Der Schuh muss eine Zehenschutzkappe – aus Stahl, Kunststoff oder Aluminium – tragen. Das Leder ist frei wählbar: Es gibt Modelle mit Spaltleder, Veloursleder und Kernleder. Alle Klimalochungen sind zugelassen. Der Fersenbereich ist geschlossen. Antistatik sowie Rutschhemmung müssen als Zusatzanforderungen erfüllt werden. 
  • S1P: Anforderungen wie S1, jedoch mit Durchtrittsicherheit aus Stahl, durchtrittsicherer Kevlar/Keramik-Zwischensohle oder durchtrittsicherer Flex-Zwischensohle.
  • S2: Anforderunge wie S1, jedoch muss zusätzlich eine gewisse zusätzliche feuchtigkeitsabweisende und feuchtigkeitsabgebende Wirkung des Oberteils gegeben sein. 
  • S3: Anforderungen wie S2, jedoch zusätzlich mit Durchtrittsicherheit aus Stahl, durchtrittsicherer Kevlar/Keramik-Zwischensohle oder durchtrittsicherer Flex-Zwischensohle.
  • S4: Anforderungen wie S2, jedoch ist das Oberteil aus Kunststoff oder Gummi gefertigt (zum Beispiel PVC, PU oder Gummi/Nitril). 
  • S5: Anforderungen wie S4, jedoch zusätzlich mit Durchtrittsicherheit (Stahlsohle).

Innerhalb dieser Stufen bestehen große Unterschiede bei der Materialverwendung des jeweiligen Herstellers. Selbst der Prüfstempel sagt heutzutage leider nichts mehr über die Qualitätsgüte eines Produktes im alltäglichen Gebrauch aus. 
Die bei uns erhältlichen Produkte erfüllen diese Qualitätsgüten jedoch ausnahmslos.

Europäische Normen – Zusammenfassung

Die Grundanforderung für Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe sind vom Europäischen Normenausschuss „Persönliche Schutzausrüstung“ in der Euronorm EN ISO 20344 erstmals im Jahr 1993 festgelegt worden. Diese Norm galt bzw. gilt für alle Länder der Europäischen Union. 

Wesentliche Inhalte dieser neuen Norm EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe sind:

  • Oberteil muss aus Leder bestehen. Das Leder muss bei S2- und S3-Einstufungen mindestens 120 Minuten feuchtigkeitsabweisend sein. 
  • Brandsohle muss mindestens 2 mm stark sein. 
  • Laufsohle muss öl-, säure- und benzinbeständig sowie antistatisch und dämpfend sein. 
  • Zehnschutz muss ein Mindestmaß an Höhe, Breite und Stabilität aufweisen (mindestens 200 Joule Aufprallschutz). 

Euronorm EN ISO 20346 – Schutzschuhe

Schutzschuhe müssen bei kleineren Gefahren schützen – zum Beispiel bei Gartenarbeiten und Lagerarbeiten. Diese Schuhe sind vorne und hinten geschlossen und besitzen eine Zehenschutzkappe, die mindestens 100 Joule Stoßkraft aushalten muss.

Euronorm EN ISO 20347 – Berufsschuhe

Berufsschuhe bieten nur eingeschränkten Schutz. Diese Bezeichnung wurde für Schuhwerk entwickelt, welches nur in Teilen den EN ISO 20345/20346 entspricht. Ein Beispiel sind Gastronomieschuhe, die lediglich ein rutschhemmendes Profil besitzen oder Pantoletten, die hinten nicht geschlossen sind. 

Weitere Produkte: 
Sicherheitshalbschuhe, Sicherheitssandale, Sicherheitsknöchelstiefel, Forststiefel, Feuerwehreinsatzstiefel, Gummistiefel, Baustiefel

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